KSV Judoka kämpften erfolgreich beim Europacup der Junioren u21 in Leibnitz

Beim mit über 500 Athleten aus 28 Nationen äußerst stark besetzten Europacup im österreichischen Leibnitz konnten sich die Esslingerinnen Julie Hölterhoff und Chiarra Serra jeweils unter den Top Ten platzieren und wertvolle Punkte in der Weltranglistenwertung sammeln.
Leibnitz_Siegerehrung
Die aufgrund ihrer Erfolge auf Nummer eins gesetzte Julie Hölterhoff besiegte in der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm in Runde eins die Italienerin Anna Fortunio, die sie nach nur zwei Minuten Kampfdauer mit einem Würgegriff zur vorzeitigen Aufgabe zwang. Im zweiten Duell gegen die Österreicherin Maria Höllwarth setzte sie sich mit zwei sehenswerten Überkopfwürfen ebenfalls souverän gegen die Lokalmatadorin durch. Im Kampf um den Einzug ins Finale stand dann die 19-jährige KSV Athletin der Japanerin Ena Matsui gegenüber. Sehr engagiert ging sie in diese Begegnung und brachte die Japanerin durch viele gute Angriffsaktionen oft in Bedrängnis, aber die entscheidende Wertung gelang ihr jedoch nicht. Da in der regulären Kampfzeit von vier Minuten keine der beiden Kämpferinnen einen Vorteil erreichen konnte, ging es in die Verlängerung, den so genannten Golden Score. Hier konnte sich letztlich die Japanerin nach knapp sechs Minuten Kampfzeit mit einem Festhaltegriff durchsetzen und schickte Julie Hölterhoff ins kleine Finale um die Bronzemedaille. Dort ließ Julie Hölterhoff nichts mehr anbrennen und besiegte nach nur zwei Minuten Kampfzeit Arijana Peric mit einem sehenswerten Überkopfwurf vorzeitig und sicherte sich dadurch die Bronzemedaille. Damit erreichte sie zugleich auch die Qualifikationsnorm des Deutschen Judobundes für die im Oktober diesen Jahres stattfindende Weltmeisterschaft.
Die noch der Jugendaltersklasse u18 angehörende Chiara Serra startete in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm furios in das Turnier. Sie konnte nach nur 14 Sekunden die starke Ungarin Roza Gyertyas mit einem spektakulären Außensichelwurf besiegen und revanchierte sich damit zugleich für ihre Niederlage vor einem Monat beim Europacup im tschechischen Teplice. Anschließend wartete mit der Weltranglistenersten Andrea Stojadinov eine ganz schwere Aufgabe auf die erst 16jährige Esslingerin. Hatte sie doch beim Europacup in Berlin schon nach 20 Sekunden Kampfzeit das Nachsehen gegen die kampfstarke Serbin, so drehte sie dieses Mal den Spieß um und besiegte die Serbin in einem sehr intensiven Duell gleich mit zwei Wertungen. Diese gab es für einen Hüftwurf und später für einen Innensichelwurf, der nach knapp drei Minuten Kampfdauer wiederum den vorzeitigen Sieg brachte. Im Viertelfinalkampf gegen die starke Spanierin Celia Hildago musste sie sich dann erst zwei Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit geschlagen geben und landete somit in der Trostrunde. Nach einer knappen Niederlage gegen die Italienerin Alessia Ritieni landete Chiara Serra bei ihrem ersten Start bei einem Europacup der Junioren auf einem achtbaren neunten Platz und sorgte damit für die beste Platzierung aus deutscher Sicht.
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