2019_Buli
Am Samstag geht es endlich für den KSV Esslingen um die Deutsche Meisterschaft, doch seit der Ankündigung der Meisterschaft in Turnierform hat sich einiges geändert. Auf Grund der zu Letzt steigenden Infektionszahlen ist die Anzahl an Zuschauern extrem eingeschränkt worden und verschiedene Mannschaften haben ihre Teilnahme zurückgezogen. Insbesondere die Absage von Abensberg, als amtierender deutscher Meister, kam überraschend. Corona-bedingt haben alle Mannschaften mit starken Einschränkungen zu kämpfen, umso schöner ist das Signal, dass es auf der Judomatte trotzdem wieder losgehen kann. Das ausgerechnet Abensberg einen Rückzieher macht, ist deswegen sehr bedauernswert. Insgesamt gehen sechs Männermannschaften in der
Niederlausitzhalle in Senftenberg an den Start, neben dem KSV Esslingen auch das Hamburger Judo Team, KSC Asahi Spremberg, SUA Witten, UJKC Potsdam und TV 1848 Erlangen. Alle Mannschaften treten in allen sieben Gewichtsklassen einmal gegeneinander an, dabei dürfen insgesamt vier ausländische Athleten pro Mannschaft anreisen. Auch der KSV Esslingen hat mit mehreren Ausfällen zu kämpfen. Auf Grund des ausgefallenen Wettkampfkalenders haben einige Spitzenathleten die Zwangspause genutzt schon länger notwendige Operationen auf Grund von Sportverletzungen durchzuführen, Igor Wandtke und Sven Heinle stehen deswegen noch nicht wieder zur Verfügung. Alexander Wieczerzak hat nach aufheben der Corona-Beschränkungen für den Sport, sofort das Training wieder intensiv aufgenommen und sich dabei leider einen Muskelbündelriss zugezogen und fällt deshalb als dritter deutscher Spitzenathlet im Esslinger Team aus. Auch alle ausländischen Starter aus definierten Risikogebieten können natürlich auch zum Schutz aller Beteiligten nicht an den Start gehen und mit der Steigerung der Fallzahlen im Kreis Esslingen auf >50/100.000 Einwohner begann am Mittwoch auch für weitere Athleten die hektische Suche nach einem zeitnahen Coronatest. Trotz dieser Widrigkeiten denkt Teamchef Carsten Finkbeiner ein schlagkräftiges Team auf die Matte stellen zu könne, ob es am Ende für den Titel bei der hoffentlich nur einmaligen Deutschen Meisterschaft unter Corona-Bedingungen reichen wird, kann aber erst abgeschätzt werden wenn klar ist welche Einschränkungen die anderen Mannschaften verkraften müssen und die Wiegelisten am Samstagmorgen zur Verfügung stehen. Ab 10 Uhr wird die Veranstaltung live im Internet bei www.sportdeutschland.tv übertragen
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