Schade, Schade !!!

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Am Abend herrschte bei Teamchef Carsten Finkbeiner erstmal Sprachlosigkeit. Es gab zwar viele Ausfälle auf Esslinger Seite, doch eigentlich war das Esslinger Team in der Senftenberghalle angetreten um den Titel zu holen. Schon nach dem Wiegen war klar, dass auch andere Teams den Titel im Blick hatten. Allen voran das Hambuger Judoteam, welches nach dem Wiegen als Favorit galt. Aber auch die SUA Witten war mit einigen starken niederländischen Kämpfern erschienen, und der UJKC Potsdam schien ebenso gefährlich.
Die Deutsche Meisterschaft in Turnierform bedeutete einige Änderungen im Wettkampfverlauf. Anstatt einer Hin- und Rückrunde mit zweimal sieben Kämpfen, gab es pro Begegnung nur eine Runde mit jeweils einem Kampf pro Gewichtsklasse. In einer Vorrunde Jeder gegen Jeden wurde die Setzliste für die anschließende Finalrunde bestimmt. Somit mussten alle Mannschaften zunächst fünf Mal auf die Matte.
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Dass die anderen Teams nicht zu unterschätzen waren, zeigte sich in den Einzelkämpfen die häufig in die Verlängerung gingen und auch einige Favoriten zunächst nach Punkten zurück lagen, bevor ihnen der vorzeitige Ausgleich gelang. Am Ende lief es aber immer gut für das Esslinger Team, das mit 5:2 gegen UJKC Potsdam, 5:2 gegen KSC Asahi Spremberg, 7:0 gegen TV 1848 Erlangen, einem 5:2 gegen SUA Witten und einem knappen, erst im letzten Kampf entschiedenen 4:3 gegen das JT Hamburg die Vorrunde für sich entschied und auf den ersten Setzplatz direkt ins Halbfinale rutschte.
Im Halbfinale ging es dann erneut gegen die SUA Witten. Über 100 Kilogramm startete Dimitri Peters stark mit einem Sieg gegen Jonas Schreiber und auch Fabian Häßner konnte bis 60 Kilogramm gegen Alessio Murrone den zweiten Punkt holen. Bis 66 Kilogramm unterlag Lukas Klemm anschließend Leon Philipp.
Dank an dieser Stelle einmal an Marco Carrubba und seinem Team " Die Schmerzhelfer" der Praxis für Physsio Therapie in Esslingen Rüdern, die unser Bundesligateam auch in Senftenberg tatkräftig unterstützten.
Unerwartet kamen dann die Niederlagen von Schamil Dzavbatyrov gegen Mathijs van Harten (-73 Kilogramm) und des Weltmeister von 2018 Saeid Mollaei gegen Jim Heijman (-81 Kilogramm), die Esslingen in einen 2:3 Rückstand brachten. In der ersten Begegnung der beiden Mannschaften gingen beide Begegnungen in identischer Besetzung noch an Esslingen. Die anschließende Niederlage des erst 18 jährigen, zunächst in Führung liegenden Louis Mai gegen den erfahrenen Martin Martijass (-90 Kilogramm) besiegelte die Niederlage Esslingens, an der auch der klare Sieg von Varlam Liparteliani gegen Max Strote bis 100 Kilogramm nichts mehr ändern konnte. Im zweiten Halbfinale besiegte das Hamburger Judoteam den UJKC Potsdam ebenfalls knapp mit 4:3. Im Finale siegte Hamburg anschließend klar mit 7:0 gegen SUA Witten.
Beim Esslinger Team überwiegte am Ende die Enttäuschung über die eigene Leistung. Am Ende wäre es vermutlich im Finale eine sehr knappe Entscheidung geworden, aber wenn man im Halbfinale seine mögliche Leistung nicht abrufen kann muss man die Fehler im eigenen Team suchen und kann nicht den Umständen die Schuld geben.
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